Arealentwicklung Institut für Virologie und Immunologie, Mittelhäusern
Selektives Verfahren
Sensemattstrasse 293, 3147 Mittelhäusern
Publikationsdatum
15.01.2026
Auftraggeber
Bundesamt für Bauten und Logistik BBL
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Hanspeter Winkler, Dipl. Architekt ETH SIA, BBL (Vorsitz)
- Pascale Bellorini, Dipl. Architektin ETH SIA BSA SWB, Bern
- Cédric Bachelard, Dipl. Architekt EPFL BSA SIA, Basel
- Tina Kneubühler, Dipl. Landschaftsarchitektin FH BSLA, Bern
- Andreas Zimmermann, Dipl. Architekt ETH SIA, Zürich (Ersatz)
Sachrichter
- Barbara Wieland, Institutsleiterin IVI
- Stephan Felber, Gemeindeplaner Köniz
- Marco Cavelti, Immobilienmanagement BBL
Wettbewerbsresultat
Das Bundesamt für Bauten und Logistik hat das zweistufige Studienauftragsverfahren zur langfristigen Entwicklung des Instituts für Immunologie und Virologie in Mittelhäusern (BE) abgeschlossen. Das Beurteilungsgremium hat das Projekt des Generalplanerteams um das Architekturbüro Kunz und Mösch aus Basel zur Weiterbearbeitung ausgewählt.
Der Projektvorschlag besticht durch eine äusserst sensible ortsbauliche Herangehensweise, bei welcher die Identität des künftigen IVI sanft aus dem Vorgefundenen heraus entwickelt wird. Ein geschickter baulicher und nutzungstechnischer Umgang mit den Bestandsbauten bildet dabei die Basis für die vorbildliche und nachhaltige Transformation. Der kompakte Neubau an der Hangkante, präzise zwischen die Bestandsbauten platziert, ermöglicht erstmals das Areal als Ensemble zu lesen. Ein Ensemble, das durch den klar definierten Hofraum einen identitätsstiftenden, gemeinschaftlichen Grünraum erhält, der Mensch und Tier ins Zentrum rückt und den Einheitsgedanken stärkt. Dieser Gedanke wird auch im Innern konsequent weiterverfolgt und verspricht eine überaus attraktive Arbeitsatomsphäre für die Mitarbeitenden inner- und ausserhalb des Containments. Die Begegnungsorte formieren sich rund um das zentrale Atrium, das zum neuen, verbindenden Herzstück des IVI wird.
Dem Team um Kunz und Mösch gelingt es auf beeindruckende Art und Weise, das Grossvolumen harmonisch in den landwirtschaftlich geprägten Kontext einzubetten und gleichzeitig einen überaus passenden architektonischen Ausdruck für das Selbstverständnis des IVI zu finden: gekonnt oszillierend zwischen Innovation und Ortsverbundenheit. (Text aus dem Jurybericht)