Verkehrssanierung Burgdorf – Oberburg – Hasle «Emmentalwärts», Review
Offenes Verfahren
-, 3400 Burgdorf, Oberburg und Hasle
Voraussichtliche Ausschreibung
31.07.2026
Abgabe Offerte
23.09.2026
Auftraggeber & Jury
Auftraggeber
- Tiefbauamt des Kantons Bern (Kanton)
Kurzbeschrieb Bauaufgabe
Vorankündigung
Im unteren Emmental leiden die Gemeinden Burgdorf, Oberburg und Hasle b. B. seit Jahrzehnten unter einem Verkehrsaufkommen von bis zu 20'000 Fahrzeugen pro Tag. Die hohe Belastung beeinträchtigt die Aufenthalts- und Lebensqualität entlang der Hauptverkehrsachsen und führt zu unzuverlässigen Reisezeiten im Individual- und öffentlichen Verkehr.
Das Tiefbauamt des Kantons Bern (TBA) hat mit dem Projekt «Emmentalwärts» eine Gesamtlösung zur nachhaltigen Verbesserung der Verkehrssituation im unteren Emmental entwickelt.
Die Verkehrssanierung Burgdorf – Oberburg – Hasle (VS BOH) kombiniert Ortsumfahrungen für Oberburg und Hasle b. B. mit Massnahmen auf dem bestehenden Strassennetz in Burgdorf und Lyssach. Das Gesamtprojekt gliedert sich in die drei Abschnitte Burgdorf, Oberburg und Hasle b. B. mit insgesamt 19 Massnahmen. Die Investitionskosten betragen rund CHF 424 Mio. Weiterführende Informationen sind auf www.emmentalwaerts.bvd.be.ch verfügbar.
Der Strassenplan wurde im Januar 2022 durch die Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) genehmigt. Aufgrund eingegangener Beschwerden wurde der Strassenplan jedoch vorerst nicht rechtskräftig. Mit dem Rückzug der letzten Beschwerden per Ende Mai / Anfang Juni 2026 wird der Strassenplan nun in Kürze rechtskräftig. Damit hat das Projekt alle rechtlichen Hürden genommen und kann umgesetzt werden. Zwischen dem Abschluss der Projektierung im Jahr 2019 und der geplanten Realisierung werden voraussichtlich mehr als zehn Jahre liegen. Vor der Ausführungsprojektierung, Ausschreibung und Realisierung ist deshalb ein umfassendes Review des Gesamtprojekts vorgesehen. Dieses soll sicherstellen, dass das Projekt hinsichtlich gesetzlicher und normativer Anforderungen überprüft sowie nach dem aktuellen Stand der Technik beurteilt wird. Dabei sind auch Optimierungen zu identifizieren, die innerhalb des rechtskräftigen Strassenplans umgesetzt werden können.
Ziel des Reviews ist eine einheitliche Gesamtbeurteilung des Projekts. Aufzuzeigen sind notwendige Anpassungen aufgrund geänderter technischer oder normativer Vorgaben sowie vorhandene Optimierungspotenziale. Projektierungsleistungen sind nicht Bestandteil des Auftrags. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Beschaffung der nachfolgenden Projektverfassenden für die weitere Projektierung, Ausschreibung und Realisierung der einzelnen Massnahmen.
Die Review-Tätigkeiten sind in sämtlichen Fachbereichen zu erbringen, d.h. die Bauherrschaft beauftragt neben dem vorliegenden Mandat keine weiteren Spezialisten.
Die folgenden Fachbereiche sind abzudecken:
- Tiefbau (Strassen- und Werkleitungsbau)
- Kunstbauten (u.a. Strassenunterführungen unter Bahnanlagen)
- Tunnelbau (bergmännischer Tunnel mit Hydroschild und einem Anteil Tagbautunnel im Grundwasser)
- Verkehr (Verkehrsmanagement, Verkehrskonzepte etc. inkl. Velo und Fussgänger, LSA)
- Landschaft (Strassenraumgestaltung mit Bepflanzung)
- BSA Tunnel (Energieversorgung, Beleuchtung, Lüftung, Brandschutz, Signalisation & Leittechnik)
- Umwelt (UVB, Lärm, Nachhaltigkeitsbetrachtung nach SNBS)
- Wasserbau / Hochwasserschutz
Die Arbeiten des Reviews werden terminlich so geplant und abgewickelt, dass eine Teilnahme sämtlicher, an der Erarbeitung des Reviews beteiligter Firmen an den nachmaligen Planersubmissionen (SIA-Phasen 4 und 5) möglich sein wird. Die Mehrfachbeteiligung von Subunternehmern in verschiedenen Angeboten ist zulässig.