Das Hochwasser vom 21./22. August 2005 hat gezeigt, dass für die Kleine Emme im Abschnitt Einmündung Grosse Fontanne bis Mündung in die Reuss bezüglich Hochwasserschutz und Ökomorphologie ein grosses Defizit besteht. Mit diesem Hochwasserschutzprojekt sollen auch die mehr als hundertjährigen Flussverbauungen, welche die Kleine Emme in ein enges Gerinne mit einer durchschnittlichen Sohlenbreite von bis zu 30 m zwängen, weitgehend entfernt und der Fluss – wo immer möglich – auf 40 bis 50 m verbreitert werden. Über weite Strecken der Kleinen Emme soll der Flusslauf wieder einer natürlichen Dynamik zugeführt werden, damit sich wertvolle Lebensräume und Landschaftselemente herausbilden können. Weiter sind entlang des Flusses Aufweitungen geplant. Da entlang der linken Flussseite die Kantonsstrasse K 10 verläuft, sind diese Aufweitungen grossmehrheitlich auf der rechten Flussseite vorgesehen. Wegen der Aufweitungen wird der bestehende Waldsaum entlang der Kleinen Emme geschmälert oder entfernt werden müssen. Angestrebt wird jedoch, dass der Flusslauf nach Bauabschluss wieder allmählich und weitgehend von Uferwald gesäumt wird.
Im Abschnitt Renggschachen muss ein grosser Anteil der Ufer für den Schutz hinter- und unterliegender Siedlungsgebiete und Trinkwasserfassungen mit Dämmen versehen werden. Die in diesem Streckenabschnitt befindlichen Grundwasserschutzzonen S2 und S3 bedingen Restriktionen u.a. hinsichtlich Gerinneaufweitungen und Renaturierungsmassnahmen. Über die Wehranlage des KWKW Thorenberg wird eine Restwassermenge von 1 m3/s abgegeben.
Unterlagen: www.simap.ch (ID 230031)