Zentrumsentwicklung Rappentöri Köniz
Selektives Verfahren
Rappentöriweg, 3098 Köniz
Publikationsdatum
25.01.2013
Auftraggeber
Gemiende Köniz
SIA 142
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Matthias Hauswirth (Architekt, Vertreter der beteiligten Projektentwickler GU/TU),
- Sabina Hubacher (Architektin Zürich),
- Valérie Jomini (Architektin Zürich),
- Silvio Ragaz (Architekt Bern),
- Matthias Wehrlin (Architekt-Planer Bern),
- Christoph von Arx (Landschaftsarchitekt Solothurn),
- Thomas Furrer (Gemeindeplaner),
Sachrichter
- Katrin Sedlmayer (Gemeinderätin, Direktion Planung und Verkehr, Vorsitz),
- Urs Wilk (Gemeinderat, Direktion Sicherheit und Liegenschaften),
- Luc Mentha (Gemeindepräsident, Direktion Präsidiales und Finanzen),
- Beat Huber (Vertreter der beteiligten Projektentwickler GU/TU),
- René Schaad (Liegenschaftsverwalter),
Wettbewerbsresultat
«Köniz kann Agglo» lautete das Ergebnis des Wakkerpreises 2012 – deshalb bekam die Gemeinde vor den Toren Berns die Auszeichnung für ihre besondere Leistungen zum Schutz des Ortsbilds und bei der Siedlungsentwicklung. Die Verantwortlichen ruhen sich aber nicht auf den Lorbeeren aus, sondern treiben die Entwicklung voran.
Direkt östlich an das Zentrum von Köniz angrenzend soll ein Areal in wichtiger städtebaulicher Lage zwischen Rappentöri, dem Schloss und dem alten Ortskern bebaut werden. 2009 brachte eine Ideenkonkurrenz hierfür Nutzungs- und Überbauungsvorschläge: Drei bis fünf Geschosse wurden damals im Richtprojekt als verträglich erachtet.
Während der Begutachtung des aktuellen Projektwettbewerbs liess sich die Jury durch mehrere Projekte überzeugen, dass mehr möglich ist. Das Siegerprojekt «Janus» der Architekten wahliruefli und rollimarchini bildet zum Bläuackerplatz einen fünfgeschossigen Baukörper aus, der rückwärtig auf sieben Stockwerke springt. Diese Erhöhung wirkt städtebaulich überzeugend und stärkt den Kopfbau mit erdgeschossigem Laden und einer Mischung aus Büros und Wohnungen in den Obergeschossen. Auch der anschliessende durchgängig fünfgeschossige Wohnriegel ist ein bis zwei Stockwerke höher als das Richtprojekt. Hinter umlaufenden Balkonen befinden sich von Strassen- zu Parkfassade durchgesteckte hochwertige, aber eher konventionelle Mietwohnungen.
Die Kostenschätzung ergab eine verhältnismässig geringe Abweichung von 8% zwischen allen Beiträgen. Zusätzlich zu den Baukosten wurden in der Wirtschaftlichkeitsprüfung die zu erwartenden Jahresmieteinnahmen berücksichtigt, wobei sich ebenfalls das Projekt «Janus» als das wirtschaftlich interessanteste erwies. In einem anschliessenden Angebotswettbewerb unter Projektentwicklern wird nun der Baurechtsnehmer evaluiert. Den Zuschlag für die Realisierung des Siegerprojekts erhält dann der Anbieter mit dem für die Gemeinde besten Angebot. Bei diesen Prämissen ist klar, dass das Projekt zur sozialen Dichte einen eher geringen Beitrag leisten kann.
Alexander Felix Architekt