Weiterentwicklung Brüggli Zug
Offenes Verfahren
Brüggli, 6300 Zug
Publikationsdatum
25.07.2022
Auftraggeber
Korporation Zug
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Christoph Schubert, Landschaftsarchitekt BSLA, Zürich (Vorsitz)
- Christoph Fahrni, Landschaftsarchitekt FH BSLA SIA, Luzern
- Christian Sumi, Architekt BSA SIA, Zürich
- Paul Knüsel, Leiter Abteilung Hochbau, Stadt Zug
- Werner Schaeppi, Dr. phil., Sozialpsychologe, Zug
- Lukas Gregor, Architekt ETH/SIA (Ersatz)
Sachrichter
- Urban Keiser, Präsident Korporation Zug
- Helen Wetter, Verwaltungsrätin Korporation Zug
- Eliane Birchmeier, Stadträtin und Vorsteherin Baudepartement, Stadt Zug
- Martina Brennecke, Amt für Raumplanung, Kanton Zug
- Daniel Schwerzmann, Korporationsschreiber (Ersatz)
- René Hutter, Kantonsplaner (Ersatz)
Wettbewerbsresultat
Das Naherholungsgebiet «Brüggli» am Zugersee soll in den nächsten Jahren neu gestaltet werden. Zur Lösung dieser Aufgabe schrieb die Landeigentümerin Korporation Zug mit der Stadt Zug einen zweistufigen offenen Ideen- und Projektstudienauftrag aus, an dem sich Fachpersonen aus Landschaftsarchitektur und Architektur beteiligen konnten.
Der Vorschlag «Pausa» des Zürcher Teams Pilloni Landschaft, Atelier Ehrenklau Hemmerling sowie Regula Müller Boesch (Ökologie) ging als Sieger hervor. Der Vorschlag setzt den Wunsch der Bevölkerung um, den informell-zwanglosen, nutzungsoffenen Charakter des Brüggli zu erhalten. Das Areal wird weiterhin für ein Nebeneinander unterschiedlichster Nutzungen frei zugänglich sein – spazieren gehen, Leute treffen, ausruhen, baden, grillieren, spielen am sandigen Strand, aber auch für sportliche Betätigungen wie Volleyball, Surfen, Kiten oder Stand-up-Paddeln. Niederschwelliges Campieren in Form von Zelten soll weiterhin möglich sein. Das ausgewählte Konzept ordnet diese unterschiedlichen aktiven und ruheorientierten Nutzungen in sinnvoller Weise auf dem Areal an, so dass Konflikte weitgehend umgangen werden.
Als Infrastruktur für den Besuchenden werden zwei neue, gut platzierte und attraktiv gestaltete Holzbauten für die Bade- und Sportinfrastruktur sowie für einen Buvette-ähnlichen Gastrobetrieb erstellt. Die Gebäude sind ressourcenschonend konzipiert. Die unaufdringliche Platzierung und Gestaltung der Gebäude und eine geschickte Ausgestaltung des Wegnetzes unterstreichen die offene, ungezwungene Atmosphäre des Ortes und schöne Ausblicke auf den See und das dahinterliegende Bergpanorama. Räumlich wird das Brüggli durch eine ökologisch nützliche Begrünung vom Bahndamm getrennt und mittig die grosszügige Grünfläche mit schattenspendenden Baumgruppen ergänzt. Die bestehende Vegetation bleibt weitgehend erhalten. Südlich werden zusätzlich grosskronige Bäume gepflanzt, im Norden entsteht ein Biotopwald mit einer grossen Vielfalt an einheimischen und standortgerechten Pflanzen.
Die bestehenden Installationen des Künstlers Tadashi Kawamata in Form von Holzstegen und Sitzgelegenheiten auf dem Areal bleiben erhalten und sind im Gesamtkonzept integriert, vereinzelt sind geringfügige Verschiebungen vorgesehen. (Text: Medienmitteilung und Redaktion espazium.ch)