Stadtraum Bahnhof Langenthal
Offenes Verfahren
Bahnhof, 4900 Langenthal
Publikationsdatum
25.01.2016
Auftraggeber
Stadt Langenthal
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Urs Affolter (Stadtbaumeister Langenthal (bis Januar 2013)),
- Ursula Stücheli (Architektin SIA/BSA, Bern),
- Rolf Mühlethaler (Architekt, SIA/BSA, Bern),
- Andreas Galli (Architekt, SIA/BSA, Zürich),
- Sibylle Aubort Raderschall (Landschaftsarchitektin BSLA, Meilen),
- Willi Hüsler (Verkehrsplaner SVI, Zürich),
- Jürg Meyer (Projektentwickler, Architekt REG, Emmenbrücke),
- Markus Zahnd (Stadtentwicklung, Stadtbauamt, Architekt SIA, Langenthal),
Sachrichter
- Thomas Rufener (Vorsitz, Stadtpräsident, Langenthal),
- Michael Schmid (SBB Immobilien, Leiter Fläche, Olten),
- Fredy Miller (Direktor ASm, Langenthal),
- Hermann Ernst (Ernst & Nyffeler Architekten, Langenthal),
- Peter Bracher (GEISER agro.com AG, Langenthal),
- Alfred Flückiger (GEISER agro.com AG, Langenthal),
- Bruno Meier (Amt für öffentlichen Verkehr Kanton Bern, Bern),
Wettbewerbsresultat
Grosse Flächen hinter dem Langenthaler Bahnhof werden zurzeit noch durch die Firma Geiser agro.com für den Handel mit landwirtschaftlichen Produkten genutzt. Die Eigentümerin möchte ihre Produktion verlagern und den Grund möglichst gewinnbringend verkaufen. Die Stadt wiederum möchte eine langfristige städtebauliche Perspektive zur Aufwertung des Bahnhofareals ausarbeiten.
Da die Perimeter direkt aneinander stossen, haben beide Parteien zwei gekoppelte Studienaufträge für die Bahnhofplätze Nord und Süd und eine zentrale Passage ausgeschrieben. Die Verfahren unterscheiden sich hinsichtlich Autraggeberschaft, Entschädigung und Aussicht auf Folgebeauftragung. Für beide Verfahren wurden aus 22 Bewerbungen die gleichen fünf Teams eingeladen, die von einer Jury beurteilt wurden.
Als Ergebnis des Dialogverfahrens empfahl die Jury der Stadt Langenthal den Beitrag des Teams um Weber Brunner Architekten aus Zürich zur weiteren Projektierung. Das Siegerprojekt untersucht als Einziges den Umgang mit dem Bestand und betont dadurch die Einzigartigkeit des Orts. Ihren Umstrukturierungsvorschlag entwickeln die Verfasser in flexiblen Etappen.
Der bestehende Bahnhofplatz Süd wird dabei als offene zentrale Leere inszeniert und mit einer grosszügigen Passage mit dem einfach materialisierten neuen Bahnhofplatz im Norden verbunden. Für den Teilbereich Geiser agro.com, in deren Ausschreibung kein Folgeauftrag vorgesehen war, empfahl die Jury, das Team Schneider & Schneider in die weitere Planung einzubeziehen und ihm einen Vertiefungsauftrag zu erteilen.
Text: Alexander Felix, Architekt