Stadtraum Bahnhof Grüze, Winterthur
Selektives Verfahren
Grüze, 8404 Winterthur
Publikationsdatum
28.07.2026
Auftraggeber
Stadt Winterthur, Amt für Städtebau
SIA 143
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Dominique Ghiggi, Biologin Uni Basel und Landschaftsarchitektin MA LA ETHZ ghiggi paesaggi Landschaft & Städtebau GmbH, Zürich Fachexpertin Landschaftsarchitektur
- Manuel Scholl, Dipl. Architekt ETHZ (Vorsitz) agps Architecture, Zürich Fachexperte Architektur/Städtebau
- Alexandra Wicki, Dipl. Siedlungsplanerin HTL/FSU Architektin NDS ETH stadt raum verkehr Birchler und Wicki, Zürich Fachexpertin Verkehrsplanung/Mobilität
- David Wyden, Dipl. Bauingenieur FH / MAS ZFH in Wirtschaftsingenieurwesen dsp Ingenieure und Planer AG, Uster Fachexperte Bauingenieurwesen
- Philipp Uerlings, Stadtgrün Winterthur, Ökologie und Freiraumplanung, BSc Landschaftsarchitektur (Ersatz)
Sachrichter
- Herbert Elsener, Tiefbauamt, Leiter Mobilität
- Sander Kool, Amt für Städtebau, Co-Leiter Stadtraum und Architektur
- Konrad Streckeisen, SBB Infrastruktur, Leiter Perimeter Nord
- Jürg Zimmermann, SBB Infrastruktur, Stv. Leiter Perimeter Nord (Ersatz)
- Stefan Hug, Tiefbauamt, Mobilität (Ersatz)
Wettbewerbsresultat
Der Entwurf «Brücken schlagen» des Teams um das BÖE studio mit Hosoya Schaefer Architects und B + S wird von der Jury einstimmig zur Weiterbearbeitung für die Neugestaltung des Stadtraums Bahnhof Grüze in Winterthur empfohlen.
Die neuen Bahnhofsplätze sind beide augenfällig grün, aber sehr unterschiedlich in der Gestaltung. Für den Heidi-Bucher-Platz sind zahlreiche Baumpflanzungen vorgesehen. Unterschiedlich gestaltete Oberflächen, davon viele sickerfähig, bilden einen «Teppich». Er hebt den Platz ab von den Verkehrsflächen, wie der Katharina-Hardy-Strasse, und lädt zum Verweilen ein. Der Bahnhofplatz Nord ist topografisch abgesenkt und terrassenförmig angelegt. So tritt der Eingang zur neuen, verbreiterten Unterführung markant in Erscheinung.
Die neue, gut belichtete Velounterführung, welche die bestehende Fussgängerunterführung erweitert, ist nicht nur Bahnzugang, sondern auch grosszügige Quartierverbindung und Bahnunterquerung auf der Veloroute nach Hegi. Zugleich bietet sie gedeckte Abstellplätze für rund 500 Velos in direkter Perronnähe.
Der Vorschlag überzeugt durch die Prägnanz des Gesamtkonzepts und die Kohärenz der Massnahmen auf verschiedenen Massstabsebenen. Besonders geschätzt werden die gelungene Verbindung zwischen Stadtebene und Personenunterführung, die grosszügig gestalteten Zugänge sowie die hohe räumliche Qualität mit einem erweiterten Angebot an Veloabstellplätzen. Das Projekt bildet eine solide Grundlage für die weitere Planung. (Text: Redaktion espazium)