Schule Waidhalde Kirche Wipkingen
Selektives Verfahren
Wibichstrasse 43, 8037 Zürich
Publikationsdatum
17.03.2023
Auftraggeber
Stadt Zürich
SIA 142
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Ursula Müller, Amt für Hochbauten (AHB) (Vorsitz)
- Anna Flückiger, Christ & Gantenbein, Basel
- Gian Trachsler, Studio Trachsler Hoffmann, Zürich
- Stefan Gasser, Amt für Städtebau (AfS)
Sachrichter
- Gabriela Rothenfluh, Schulkreis Waidberg
- Matthias Haag, Reformierte Kirchgemeinde Zürich
- Benjamin Leimgruber, Immobilien Stadt Zürich
Wettbewerbsresultat
In einem Pionierprojekt soll die Kirche Wipkingen für schulische Zwecke umgenutzt werden. Geplant ist ein reversibler Umbau mit Respekt dem baulichen Charakter der Kirche gegenüber. Den Konzeptwettbewerb haben Vécsey Schmidt Architekt*innen aus Basel gewonnen.
Die Wettbewerbsvorgaben für die pionierhafte Umnutzung verlangten vor allem einen schonenden Umgang mit den Kirchenräumen und damit verbunden die Rückbaubarkeit der Umbaumassnahmen. Das Siegerprojekt «Mise en scène» schafft durch gezielte Eingriffe, dass die räumlichen Qualitäten und die Raumtypologie der Kirchenräume auch nach dem Umbau in angemessener Form erlebbar bleiben. Auch zukünftig sollen alle Räume die freie Zirkulation ermöglichen und bei Bedarf zusammenschaltbar sein.
Dies gelingt dem Siegerteam insbesondere dank der Durchlässigkeit des vorgeschlagenen Konzepts. Im Erdgeschoss werden ein reversibler und statisch unabhängig errichteter Mehrzweck-/Singsaal sowie rund herum die Verpflegung/Betreuung und die Bibliothek angeboten. Der Mehrzweck-/Singsaal kann ausserhalb der Unterrichtszeiten auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.
Im Obergeschoss findet ein Mehrzweckraum unter den unverstellten Kirchengewölben Platz. Diese unverhoffte Grosszügigkeit hatte die Jury fasziniert und die Diskussion nach dem passenden Ansatz für die in Zürich pionierhafte, temporäre Umnutzung von reformierten Kirchen befruchtet. (Text: www.stadt-zuerich.ch)