Schulanlage im Grentschel Lyss
Selektives Verfahren
10 Hardernstrasse, 3250 Lyss
Publikationsdatum
08.05.2018
Auftraggeber
Gemeinde Lyss
SIA 142
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Silvio Ragaz, Architekt ETH BSA SIA (Jurypräsident)
- Eveline Schenk, Architektin ETH
- Franz Bamert, Architekt ETH SIA
- Simon Binggeli, Architekt SIA FSAI SWB (Ersatz)
Sachrichter
- Rolf Christen, Gemeinderat Lyss
- Rolf Burkhard, Schulleiter Schule Grentschel
- Javier Garcia, Bereichsleiter Hochbau, Ersatz für Rolf Christen (Ersatz)
- Regula Meier, Abteilungsleiterin Bildung + Kultur, Ersatz für Rolf Burkhard (Ersatz)
Wettbewerbsresultat
Lyss ist eine Gemeinde mit 14‘700 Einwohnern. Davon sind 1‘536 schulpflichtige Kinder. Diese werden verteilt auf insgesamt 5 Schulhäuser unterrichtet – 4 Schulhäuser im Dorfteil Lyss, 1 Schulhaus im Dorfteil Busswil. Aufgrund des prognostizierten Bevölkerungswachstums und der heutigen pädagogischen und gesellschaftlichen Bedürfnisse und der wirtschaftlichen Anforderungen besteht Bedarf nach zusätzlichem Raum für die Bildung und Betreuung.
Verfahren
Für die Durchführung des Projektwettbewerbs im selektiven Verfahren gilt die Ordnung für Architektur- und Ingenieurwettbewerbe SIA 142, Ausgabe 2009. Aus allen Bewerbungen hat das Preisgericht 12 Architekturbüros zur Teilnahme am Projektwettbewerb ausgewählt, davon eins bis zwei Nachwuchsbüros.
Wettbewerbsaufgabe
Der oder die Erweiterungsbauten sollen das bestehende Schulhaus Grentschel sinnvoll ergänzen. Der Neubau / die Neubauten sollen so organisiert sein, dass die unterschiedlichen Nutzungen störungsfrei nebeneinander funktionieren können. Insbesondere die Tagesschule ist so anzuordnen resp. zu konzipieren, dass die Tagesschüler den teilweise gleichzeitig stattfindenden Unterricht nicht stören. Der Bereich Tagesschule muss erweiterbar sein.
3 Klassenzimmer und eine entsprechend den Bedürfnissen angepassten Nasszelle zur Vermietung an die heilpädagogische Tagesschule wurden ins Raumprogramm des Erweiterungsbaus / der Erweiterungsbauten aufgenommen. Diese Räume sollen in das Raumkonzept der Volksschule integriert werden. Es ist keine spezielle Anbindung an die heilpädagogische Tagesschule vorzusehen.
Der bestehende Pavillon wird abgebrochen. Die heutigen Nutzungen im Pavillon sind im vorliegenden Raumprogramm enthalten.
Empfehlung des Preisgerichts
Das Preisgericht empfiehlt der Veranstalterin das Projekt Nr. 03 «Magdalena, Jean-Luc und Tim» zur Weiterbearbeitung.
Die Jury weist auf folgende Punkte hin:
1. Der Aussenraum mit dem Rasenspielfeld am jetzigen Standort des Pavillons soll aussenräumlich besser integriert und für den Pausenbetrieb besser nutzbar werden. Eine Absenkung ist zu prüfen.
2. Der Neubauteil mit Bibliothek und Tagesschule wird nahtlos an die Aula angebaut. Das Nebeneinander des Neubaus mit der eigenständigen Fassade und das Belassen der bestehenden Fassade der Aula verhindern, dass aus den beiden Teilen eine Einheit entsteht. Es ist zu überprüfen, ob die Fassaden der Aula dem Neubauteil angepasst werden können oder ob mit einer anderen Massnahme eine Einheit des Zentrumsgebäudes erzielt werden kann.
3. In den Neubauten muss eine möglichst grosse Nutzungsflexibiltät für Veränderungen und Anpassungen angestrebt werden. Dies gilt insbesondere für die Schulräume. Diese müssen unkompliziert verschieden genutzt werden können. Im Zusammenhang mit den Unterrichtsformen und verschiedenen pädagogischen Überlegungen sollen die Nutzer bei der Weiterbearbeitung des Projekts ihre Bedürfnisse eingeben. Es ist zu prüfen, welche Wände nicht tragend ausgeführt werden können, um spätere Veränderungen einfacher realisieren zu können.