Sanierung und Teilneubau Kantonsschule Ausserschwyz in Nuolen
Offenes Verfahren
Seestrasse 77, 8855 Wangen
Publikationsdatum
23.03.2023
Auftraggeber
Baudepartement Kanton Schwyz, Hochbauamt
SIA 142
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Bruno Krucker, dipl. Arch. ETH BSA (Moderation)
- Barbara Strub, dipl. Arch. ETH SIA BSA
- Christoph Dettling, dipl. Arch. ETH SIA BSA, Kantonsbaumeister Kanton Schwyz
- André Schmid, dipl. Landschaftsarch. SIA BSLA
- Thomas Lothenbach, dipl. Arch. ETH, Baumanagement Hochbauamt Kanton Schwyz (Ersatz)
Sachrichter
- André Rüegsegger, Vorsteher Baudepartement Kanton SZ (Vorsitz)
- Michael Stähli, Vorsteher Bildungsdepartement Kanton SZ
- Martin von Ostheim, Rektor Kantonsschule Ausserschwyz
Wettbewerbsresultat
Das Preisgericht empfiehlt dem Regierungsrat des Kantons Schwyz das Projekt «Gioco» von Derendinger Jaillard Architekten und Pilloni Landschaft zur Weiterbearbeitung.
Mit fast schon spielerischer Leichtigkeit gelingt es den Verfassenden des Projekts «Gioco» durch minimale Abbrüche, pragmatische Umbauten der beiden belassenen Schulgebäude und durch die selbstbewusste Setzung eines Neubauvolumens am Mühlebachkanal, aus der ziemlich verbauten Schulanlage einen grosszügigen und luftigen Schulcampus zwischen Dorf und See zu schaffen. Der neue Stufenberg vor dem ehemaligen Turnhallengebäude vermag in seiner Zeichenhaftigkeit die bisher etwas unbestimmte Eingangssituation im Hochparterre und die Adressierung der Schule von Aussen überzeugend zu klären und den sehr kompakt gestalteten Innenräumenin den Bestandesbauten ein grosszügiges Aussenluftfoyer entgegenzusetzen.
Das Wettbewerbsprojekt «Gioco» zeigt neben einer sensiblen Leseart des Ortes zwischen See und Dorf einen glaubwürdigen und nachhaltigen Umgang mit dem Bestand auf, erhält es doch fast 70% des Baubestandes und schlägt nur minimale Eingriff in die vorhandene Baustruktur vor. Da Neu- und Altbauten nicht miteinander verbaut werden, kann auf ein übertriebenes Upcycling des Bestandes verzichtet werden. Auch birgt dieses Vorgehen das Potential, in der weiteren Zukunft die Bestandes- und Neubauten unabhängig voneinander weiterentwickeln zu können. (Text: Jurybericht und Redaktion espazium.ch)