Sanierung und Erweiterung Schulanlage Kandermatte, Thierachern
Offenes Verfahren
Bachweg 9, 3634 Thierachern
Publikationsdatum
02.06.2023
Auftraggeber
Einwohnergemeinde Thierachern, Bauverwaltung
SIA 142
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Simone Hänggi, Landschaftsarchitektin HTL/ BSLA SWB
- Francesco Marchini, Architekt EPFL
- Anja Meyer, Architektin ETHZ SIA SWB
- Mark Ziörjen, Architekt FH SIA
- Matthias Kocher, Architekt FH SIA SWB (Ersatz)
Sachrichter
- Sven Heunert, Gemeinderatspräsident Thierachern (Präsident)
- Andreas Berger, Gemeinderat Bau, Planung - Thierachern
- Isabel Glauser, Gemeinderätin Bildung - Thierachern
Wettbewerbsresultat
Die Schulanlage Kandermatte wurde im Jahre 1975 vom renommierten Berner Architekten Werner Küenzi entworfen und ist von hoher Qualität. Die zukünftige Schulinstitution soll ein flexibel anwendbares Mehrlehrgangsunterrichtsmodell mit projektartiger und halbklassenorientierter Unterrichtsform ermöglichen. Die eingereichten Arbeiten zeugen von einer intensiven und sorgfältigen Auseinandersetzung mit der Aufgabe und dem Ort. Aufgrund der grossen Varianz der Vorschläge konnte das Beurteilungsgremium seine Erörterungen an verschiedensten Positionen eingehend und umfassen führen.
Gewinner des Wettbewerb ist das Projekt «Zwei zu zwei» der W2H Architekten. Die Projektverfassende schlagen eine Intervention vor, die die vorhandenen Qualitäten des bestehenden Komplexes nutzt, indem sie einen Eingriff aufzeigen, der punktuell und gezielt stattfindet. Die selbstbewusste Präsenz des Schulkomplexes und seines Zugangsplatzes zum Quartier bleiben erhalten und werden durch die Aufstockungen verstärkt. Die interne Verteilung der verschiedenen Funktionen der Schule ist klar, sinnvoll und funktional. Obwohl einige Punkte überarbeitet oder präzisiert werden müssen, gelingt es dem Projekt, ein Gleichgewicht zwischen dem, was erhalten werden soll, und dem, was verbessert werden muss, herzustellen. Das Projekt berücksichtigt den finanziellen Rahmen, es schlägt interessante typologische Lösungen vor und stellt eine gelungene Neuinterpretation des Charakters des Gebäudes dar. (Text: Jurybericht und Redaktion espazium.ch)