Neugestaltung Ortszentrum Davos Dorf
Offenes Verfahren
Davos Dorf, 7260 Davos
Publikationsdatum
27.12.2022
Auftraggeber
Gemeinde Davos
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Emanuel Christ, Architekt, Basel
- Thomas Hasler, Architekt, Frauenfeld
- Stefan Kurath, Architekt / Urbanist, Zürich
- Rahel Marti, Raumplanerin, Redaktorin, Zürich
- Elli Mosayebi, Architektin, Zürich
- Lukas Schweingruber, Landschaftsarchitekt, Zürich
Sachrichter
- Philipp Wilhelm, Landammann, Davos (Vorsitz)
- Cornelia Deragisch, Gemeindearchitektin, Davos
- Christian Florin, Rhätische Bahn AG, Chur
- Vidal Schertenleib, Davos Klosters Bergbahnen AG, Davos
- Frank Kaufmann, Immobiliengenossenschaft Konsum, Davos
Wettbewerbsresultat
Im Zentrum des ersten Aufgabenfeldes stand die Erarbeitung eines städtebaulichen, landschaftsarchitektonischen und verkehrsplanerischen Konzeptes zur Entwicklung des Areals, um den neuen Standort Bahnhof Dorf – Seehofseeli, welches in der Tiefe eines Ideenwettbewerbes auszuarbeiten war. Es soll die bestmögliche ortsbauliche und architektonische Qualität für das betroffene Gebiet erreicht und volumetrisch dargestellt werden.
Für den Projektteil «Neubau Bahnhof Davos Dorf» wurde die Entwicklung eines architektonischen Entwurfes im Sinne eines Projektwettbewerbs erwartet. Neben dem Bahnhofsgebäude umfasst dies die Perronanlagen und -dächer, Kurzzeit PP, Technikgebäude und -räumlichkeiten sowie die Unterführung mit Treppen und Rampen, optionaler Liftanlage und der Anschluss an die unmittelbare Umgebung.
Sieger des Wettbewerbs ist das Projekt «Davoser Schlitten» der ARGE: Bearth & Deplazes Architekten Chur | Marques Architekten Luzern. Die räumlich prägenden Elemente des neuen Ortszentrums folgen von Norden-Westen nach Süden-Osten wie Streifen aufeinander: Die Promenade, der Park, die Bahnhofstrasse, der Bahnhofplatz und schliesslich der Bahnhof. Städtebauliches Rückgrat dieser Anordnung ist die Bahnhofstrasse, die neu als lineare Achse durch das Gebiet führt und es in zwei angemessen grosse Bereiche teilt, den Park und den Bahnhofsbereich.
Ein langgezogenes, architektonisch zurückhaltendes und in Holz konstruiertes Gebäude bildet den neuen Bahnhof. Sichtbar ist er vor allem als markante Formation von Dächern. Diese Gebäudeund Perrondächer erzählen als bahnhistorische Zitate vom Bahnhof als Ort der Ankunft und des Reisens überhaupt. Sie verorten und verankern den Bahnhof in Davos Dorf, wirken raumbildend, indem sie den Bahnhofplatz flankieren und bis nach hinten zum ebenso wichtigen Bushof verlaufen, und bieten gedeckte Zugänge zu wichtigen Orten und Verkehrsträgern (Text: Jurybericht).