Neugestaltung Kammgarnhof und Erstellung Tiefgarage, Schaffhausen
Offenes Verfahren
Kammgarnhof, 8200 Schaffhausen
Publikationsdatum
06.12.2021
Auftraggeber
Hochbauamt Stadt Schaffhausen
SIA 142
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Katrin Jaggi, Planung I Städtebau I Architektur, Zürich (Vorsitz)
- Christian Zimmermann, Professor Architektur HSLU, Luzern
- Lorenz Eugster, Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH, Zürich
- Karin Brand, Leiterin Hochbauamt, Stadt Schaffhausen
- Marcel Angele, Leiter Stadtplanung, Stadt Schaffhausen
- Sonja Müller, META Landschaftsarchitektur GmbH, Basel (Ersatz)
Sachrichter
- Katrin Bernath, Baureferentin, Stadt Schaffhausen (Vorsitz)
- Peter Neukomm, Stadtpräsident, Stadt Schaffhausen
- Florian Brack, Leiter Grün Schaffhausen, Stadt Schaffhausen
- Christoph Grainger, CEO IWC, Schaffhausen
- Lorenz Bärlocher, CFO IWC, Schaffhausen (Ersatz)
Wettbewerbsresultat
Die Stadt Schaffhausen hat einen Projektwettbewerb für die Neugestaltung des Kammgarnhofs in einen attraktiven und multifunktionalen Veranstaltungsort sowie für die Projektierung der eingeschossigen Parkgarage unterhalb des Hofs ausgeschrieben. Das Siegerprojekt trägt den Namen «Celastrina» und wurde unter der Federführung von Metron Bern verfasst.
Die Projektverfassenden interpretieren im Projekt den Kammgarnhof als Bindeglied zwischen der Altstadt und dem Gewässerraum des Rheins. Eine neu geschaffene, öffentliche Halle soll die Klosterstrasse mit dem Kammgarnhof verbinden. Mit wenigen baulichen Eingriffen wird der Kammgarnhof strukturiert: Zum einen mit der Idee, den Kastanienbaum in mittelalterlicher Tradition hervorzuheben, indem der Baumstamm durch eine Bühne gerahmt wird. Zum anderen säumt ein zweigeschossiger Pavillon den Hof entlang der Rheinuferstrasse. Der Holzpavillon als Hofabschluss dient verschiedenen Nutzungen und ist gleichzeitig Aussichtsplattform, Tribüne und Bühne. Er fasst die Tiefgarageneinfahrt, deren Neigung in der Decke zu Sitzstufen genutzt werden und deren Dach als Treffpunkt mit Weitsicht dient. Bei der Gestaltung des Hofes tragen die Materialwahl und die Bepflanzung zur Artenvielfalt und einem angenehmen Mikroklima bei. Wichtige Grundlage dieser Massnahmen bildet die Tatsache, dass die Tiefgarage sich in Form und Positionierung den oberirdischen Erfordernissen und Bedürfnissen anpasst, damit weitere Bäume gepflanzt werden können. Ein Brunnen mit Wasserspiel ergänzt das Angebot und nimmt eine Idee auf, die bereits im öffentlichen Mitwirkungsprozess zur Entwicklung des Kammgarnareals eingebracht wurde.