Neubau Kantonsschule Stein im Fricktal
Selektives Verfahren
Münchwilerstrasse 22, 4332 Stein
Publikationsdatum
24.05.2023
Auftraggeber
Kanton Aargau, DFR, Immobilien Aargau
SIA 142
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Andreas Hild, Architekt Berlin / München
- Ursina Fausch, Architektin Zürich / Aarau
- Romana Castiglioni, Architektin Zürich
- Andreas Graf, Architekt Brugg
- Andreas Geser, Landschaftsarchitekt Zürich
- Marceline Hauri, Landschaftsarchitektin Zürich (Ersatz)
Sachrichter
- Urs Heimgartner, Leiter Immobilien Aargau, Departement Finanzen und Ressourcen, Kanton Aargau (Vorsitz)
- Raoul Laimberger, Leiter Standort und Nutzungsplanung, Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS), Kanton Aargau
- Bettina Diem, Sektionsleiterin Mittelschule, Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS), Kanton Aargau
- Roland Gröflin, Leiter Bereich Bau und Planung, Gemeinde Stein AG
- Reto Baumann, Sektionsleiter Baumanagement Immobilien, Departement Finanzen und Ressourcen, Kanton Aargau (Ersatz)
Wettbewerbsresultat
Die Planungsaufgabe umfasst eine neue Mittelschule für 44 Abteilungen inkl. Sportanlagen (ohne Aussenanlagen Leichtathletik). Das Grundstück mit Erweiterungsmöglichkeiten befindet sich am Rande des Siedlungsgebietes, zwischen Wohnsiedlung, Freizeit-/Sportanlagen und landwirtschaftlich genutzten Flächen und bietet die einzigartige Möglichkeit, eine komplette, neue Kantonsschule «auf der grünen Wiese» zu planen und zu bauen und damit den heutigen Siedlungsrand neu zu gestalten und zu definieren. Die neue Schule soll nicht nur ein Ort für Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen sein, sondern auch für die Bevölkerung einen Mehrwert bieten.
Gewinner des Wettbewerbes ist das Projekt «Common Ground» von E2A Piet Eckert und Wim Eckert Architekten: ein hervorragendes Projekt, das sowohl aus architektonischer Sicht wie auch betrieblich überzeugende Qualitäten aufweist.
Die Verfasser platzieren das Gebäude mit einer strengen Nord Südausrichtung auf dem Grundstück. Eine zentrale Halle wird mit sechs angedockten Einheiten zu einer clusterartigen Struktur verbunden. Es entsteht ein markantes Gebäudevolumen, das in drei Abschnitte gegliedert ist. Eine differenzierte Dachlandschaft bindet das Volumen in eine ländliche Umgebung ein, ist aber auch als serielles industrielles Dachsystem lesbar. Das Forum ist tatsächlich der zentrale Raum in der Schule. Alle Erschliessungen und auch alle räumlichen Bezüge laufen hier zusammen und formen eine Art nutzungsneutralen Werkstattraum, der eine Vielzahl von Aneignungsmöglichkeiten und Atmosphären bildet. Das Forum wird so zum identitätsstiftenden Zentralraum der Schule. Aus diesem Gebäudelayout ergibt sich auch eine vollkommen selbstverständliche Erweiterungsmöglichkeit nach Norden. Diese Erweiterung könnte auch das Forum entsprechend fortschreiben. In den oberen Stockwerken entstehen gut erschlossene und vielfältig belichtete Räume. Die Lösung offenbart eine überraschend einfache Struktur, die zu einer gut nutzbaren Schule mit vielfältigem Raumangebot führt. (Text: Jurybericht und Redaktion espazium.ch)