Marina Tiefenbrunnen
Selektives Verfahren
214 Bellerivestrasse, 8008 Zürich
Publikationsdatum
13.07.2018
Auftraggeber
Amt für Hochbauten der Stadt Zürich
SIA 142
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Jeremy Hoskyn, Amt für Hochbauten
- Eva Keller, Architektin
- Piet Eckert, Architekt
- Christian Penzel, Architekt
- Sibylle Aubort Raderschall, Landschaftsarchitektin
- Alex Jaeggi, Amt für Städtebau, Architekt
Sachrichter
- Norbert Müller, Stadt Zürich EGMT
- Sven Rump, Die Mobiliar, GL-Mitglied EGMT
- Michael Husistein, KIBAG, Teammitglied EGMT
- Beat Schwengeler, Architekt, Zürcher Segel Club
- Oliver Winkler, Architekt, Zürcher Yacht Club
Wettbewerbsresultat
Der Neubau Marina Tiefenbrunnen umfasst im Wesentlichen eine als Schwimm-Mole konzipierte Hafenanlage einschliesslich der zugehörigen nautischen Infrastruktur. Nebst rund 400 Wasser- und 150 Trockenplätzen für Boote sollen ein Wassersportzentrum mit Werkstatt, Lager, Unterrichtsräumen, Garderoben und Clubräumlichkeiten sowie ein überbreiter öffentlicher Pier und zwei Gastronomiebetriebe das Angebot ergänzen. Beim Neubau nach den Vorgaben der 2000-Watt-Gesellschaft soll der Minergie-P-ECO-Standard erfüllt werden.
Das Siegerteam von WALDRAP und von Pechmann Landschaftsarchitekten platziert das neue Wassersportzentrum am Rande der Parzelle und spielt dadurch den Trockenplatz für die Nutzungen rund um den Segelsport frei. Trotzdem kommt der öffentliche Charakter der Anlage klar zum Ausdruck. Die rationale Konstruktion und die reduzierte Materialisierung schaffen mit dem Wasser, dem Licht und der offenen Landschaft zusammen eine eigene, unverwechselbare Atmosphäre. Das Projekt ist zudem für die vorgesehene zukünftige Gebietsaufwertung durch eine Vergrösserung der heutigen Parkanlage bis zur Marina sehr stimmig. Für den öffentlichen Raum auf der breiten Mole wurden Offenheit und Einfachheit als Qualitäten angesehen. Lösungsvorschläge mit einer aufwendigen Möblierung oder mit überdachten oder gar zweigeschossigen Piers wurden als überinstrumentalisiert beurteilt. Das Wasser unter den Füssen und den Himmel über dem Kopf zu wissen, soll das Erlebnis auf der neuen Mole prägen.