Instandsetzung und Erweiterung Bündner Naturmuseum, Chur
Selektives Verfahren
Masanserstrasse 31, 7000 Chur
Publikationsdatum
10.03.2026
Auftraggeber
Hochbauamt Graubünden
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Andreas Kohne, Kantonsbaumeister, HBA GR, Chur
- Elisabeth Boesch, Architektin, Zürich
- Andy Senn, Architekt, St. Gallen
- Andreas Bründler, Architekt, Basel
- Lisa Mäder, Architektin, Zürich
- Christoph Rothenhöfer, Architekt, Zürich (Moderation, Ersatz)
Sachrichter
- Dr. Carmelia Maissen, Regierungsrätin, Vorsteherin DIEM, Chur (Vorsitz)
- Simon Gredig, Stadtrat und Vorsteher Departement Bau, Planung und Umwelt, Chur
- Dr. Ueli Rehsteiner, Direktor Bündner Naturmuseum, Chur
- Simon Berger, Leiter Kantonale Denkmalpflege, Chur
- Orlando Nigg, StV. Generalsekretär DIEM, Chur (Ersatz)
Wettbewerbsresultat
Die ARGE Noun + Studio Esch Rickenbacher hat mit ihrem Entwurf «Ammonit und Diorama» den Projektwettbewerb für die Instandsetzung und Erweiterung des Bündner Naturmuseums in Chur gewonnen.
Die Erweiterung orientiert sich in Formensprache und Materialität am Bestand, den er zugleich selbstbewusst weiterentwickelt. Der bisherige Eingang an der Ecke Masanser-/Brandis-Strasse wird aufgehoben und weiter südlich über eine um 45 Grad gedrehte Ecke neu organisiert. Lage und Gestaltung des neuen Eingangs treten dabei deutlich hervor. Der halbhohe Liftturm wirkt markant.
Der Entwurf überzeugt insgesamt durch sorgfältige Überlegungen und eine konsequente Weiterentwicklung der bestehenden Architektursprache. Die Gestaltung des neuen Eingangs sollte jedoch überprüft werden.
Eine klarere Dachkontur und eine differenziertere Fassadengestaltung könnten die Proportionen verbessern, die Gebäudehöhe optisch reduzieren und die Shed-Dachform stärker freilegen. Durch eine gut ablesbare Integration des Neubauvolumens kann die bestehende Struktur gestärkt werden. So entsteht ein zeitgemässes Museum mit klarer architektonischer und inhaltlicher Perspektive. (Text: Jurybericht und Redaktion espazium)