Initialprojekt Hof Jenny Areal, Glarus Nord
Einladungsverfahren
Koloniestrasse 18, 8866 Glarus Nord
Publikationsdatum
17.11.2025
Auftraggeber
Fritz + Caspar Jenny AG
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Christoph Isler, Präsident Verwaltungsrat Fritz + Caspar Jenny AG
- Caspar Jenny, Bauherrschaft, Geschäftsleitung Fritz + Caspar Jenny AG
- Reto Strotz, Architekt, Projektleitung Bauen Fritz + Caspar Jenny AG
- Philipp Maurer, BauSatz GmbH, Projektleitung strat. Überbauungsplan (Ersatz)
Sachrichter
- Markus Schaefer, Architekt, Hosoya Schaefer Architects (Vorsitz)
- Dalila Chebbi, Architektin, Chebbi Thomet Bucher
- Andreas Hoffmann, Landschaftsarchitekt, Habitat Landschaftsarchitektur
- Hanspeter Oester, Architekt, op-arch
- Jürg Riedl, Präsident Gestaltungskommission Glarus Nord
- Anja Meyer, Architektin, amjgs (Ersatz)
Wettbewerbsresultat
Das Projekt vom Team Knorr & Pürckhauer Architekten mit Gersbach Landschaftsarchitektur hat den Studienauftrag für das Initialprojekt «Hof» im Jenny Areal Glarus Nord für sich entschieden und wird vom Beurteilungsgremium zur Weiterbearbeitung und Ausführung empfohlen.
Durch die Positionierung zweier markanter, linearer Baukörper, die ihre Stirnseiten sowohl zur Ankunftssituation am Bahnhofsübergang als auch zum Kulturplatz ausrichten, entsteht eine überzeugende städtebauliche Antwort. Die beiden Gebäude definieren eine klare Adresse und nehmen eine wichtige Rolle im Quartier ein. Trotz ihrer grossen Massstäblichkeit fügen sie sich dank sorgfältig modulierten Fassaden differenziert und harmonisch in die Umgebung ein.
Der Beitrag überzeugt, indem er sich auf das Wesentliche konzentriert und dieses prägnant vermittelt. Als Initialprojekt für das Jenny-Areal ist er zukunftsgerichtet und zeigt mit seinem Mut zur Effizienz, wie wenige, aber starke Gesten sowohl städtebaulich wie auch in der Freiraumgestaltung und im Wohnen eine tragfähige Grundlage für eine lebendige Nachbarschaft am ehemaligen Industriestandort schaffen können.
Der Entwurf atmet den Pioniergeist der einstigen Textilfabrikanten, die mit grosszügigen Volumen Zeichen des Aufbruchs setzten. Die hohe Nutzungsflexibilität im Erdgeschoss wirkt inspirierend, und der grosszügig angelegte Freiraum verspricht einen echten Mehrwert für die Öffentlichkeit. (Text: Jurybericht und Redaktion espazium.ch)