Gesamterneuerung Bernisches Historisches Museum
Selektives Verfahren
Helvetiaplatz 5, 3005 Bern
Publikationsdatum
19.09.2024
Auftraggeber
Bernisches Historisches Museum
SIA 143
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Thomas Blanckarts, dipl. Architekt ETH, Blanckarts GmbH, Riehen
- Elisabeth Boesch, dipl. Architektin ETH, Elisabeth & Martin Boesch Architekten, Zürich
- Jean Daniel Gross, dipl. Architekt ETH, Denkmalpfleger Stadt Bern
- Thomas Pfluger, dipl. Architekt ETH, Stadtbaumeister Stadt Bern
- Paul Spies, Kunsthistoriker (Museumsgestaltung), Stiftung Stadtmuseum Berlin, Direktor
- Sibylle Aubort Raderschall (Ersatz), Raderschallpartner AG, Landschaftsarchitekten, Meilen
Sachrichter
- Luc Mentha, Stiftung Bernisches Historisches Museum, Präsident (Vorsitz)
- Daniel Kramer, Stiftung Bernisches Historisches Museum, Stiftungsrat
- Aline Minder, Stiftung Bernisches Historisches Museum, Leiterin Fachbereich Programm, GL
- Dr. Thomas Pauli-Gabi, Bernisches Historisches Museum, Direktor
- Frerk Froböse (Ersatz), Konzeptentwickler, Frerk Froböse Projekte Konzepte Texte, Zürich
Wettbewerbsresultat
Das Bernische Historische Museum braucht mehr Publikumsfläche und soll sich künftig zum geplanten Museumsgarten öffnen. Zwischen historischen Bauten und einer Erweiterung entsteht ein Experimentierfeld, das sich exemplarisch für die Konzeption denkmalpflegerischen Weiterbauens eignet.
Der Vorschlag des Siegerteams um Bellorini Architekten und Kast Kaeppeli verzichtet weitgehend auf unterirdische Räume und lässt den «Kubus» unangetastet. Hier wird ohne Berührungsängste direkt am historischen Bestand weitergebaut. Ein risikoreiches Vorgehen, das aber mit so grosser Raffinesse und Feingefühl vorgeführt wird, dass das Ergebnis umfassend zu überzeugen vermag. Bemerkenswert ist dabei, wie das Team funktionale Anforderungen, museumspädagogische Konzepte und den neuen Eingang Süd direkt in Architektur übersetzt. Hier zeigt sich die ganze Kraft und das Potenzial des «Weiterbauens», indem mit den gleichen Mitteln wie im historischen Bestand und damit direkt am architektonisch-räumlichen Gefüge des Museums operiert wird. So können betriebliche Probleme unmittelbarer aufgelöst werden als mit einer peripheren Erweiterung, wie etwa in einem Untergeschoss oder im Nebenbau. (Text: Lukas Imhof, TEC21)