Freilager Albisrieden, Teilgebiet C
Einladungsverfahren
Freilagerstrasse 53, 8047 Zürich
Publikationsdatum
05.11.2010
Auftraggeber
Zürcher Freilager AG
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Peter Ess,
- Ernst Schaufelberger,
- Hermann Suter,
- Andreas Hoppler,
- Andreas Lerch,
- Jürg Brukhard,
- Patrick Gmür,
- Markus Peter,
- Astrid Staufer,
- Günther Vogt,
- Bernhard Ruhstaller,
Wettbewerbsresultat
Der städtebauliche Entwurf muss die Hypothesen liefern, die Bereiche koordinieren und aus allen Einzelteilen zusammenbauen. Dabei gilt es nicht nur die Gesetze zu studieren, die Bedingungen zu erfassen sondern sie zu entdecken. Es handelt sich sichtlich nicht um eine dieser Hypothesen, wie sie einer vermeintlich wissenschaftlichen Arbeit voraus- gehen, als vielmehr um ein Ergebnis, das aus dem Kosmos der Funktionen und den Ge- weben von Widersprüchen hervorgeht. Die gerichtete Figur des Planes mit dem engeren inneren Abstand erinnert an Wolfgang Köhlers Theorie der optischen Gestalten, in der Wahrnehmung schmalerer, gegenüber breiteren Streifen, diese unmittelbar als dominant erscheinen lässt. Fügen wir den geometrischen Abständen die vertikale Dimension dazu, so übersetzt sich das optische System in die prägnanten Raumgestalten eines stehenden Hofraumes und zwei in ihren Proportionen liegenden peripheren Längsräumen. Damit sind die Beziehungen koordiniert, die seitlichen Räume mit ihren Vorgärten erlauben eine optimale Belichtung der bestehenden und aufgestockten Bauten, und der Portikus ent- lang der Inneren Promenade ist in seinen Aufbauten gegenüber den Längsbauten abge- setzt. Einzig die Verlängerung des Querbaus, der in sein räumliches Herausschieben den Längsraum gegenüber dem Platz absetzt und den Vorgarten schützt, ist in seiner plasti- schen Verankerung etwas brüchig, was noch durch eine singuläre Fassadengestaltung überhöht wird.