Erneuerung Wohnsiedlung Glatttalstrasse 58/60/64/66, Zürich
Einladungsverfahren
Glattalstrasse 58/60/64/66, 8052 Zürich
Publikationsdatum
07.08.2025
Auftraggeber
Vistri AG
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Bruno Krucker, Dipl. Architekt ETH BSA
- Christian Müller, Leiter Bewirtschaftung Deutschschweiz, Kornhaus Verwaltungs AG
- Jonathan Roider, Dipl. Architekt ETH BSA SIA
- Ania Tschenett, Dipl. Arch. FH / MAS ETH, Stv. Leiterin Architektur Amt für Städtebau
Sachrichter
- Michelle Cona, Bewirtschafterin, Kornhaus Verwaltungs AG
- Ursa Habic, Dipl. Ing. Landschaftsarchitektin BF
- Adrian Kamm, Geschäftsführer, Casa Baumanagement AG
Wettbewerbsresultat
Soppelsa architekten und Andreas Geser Landschaftsarchitekten haben mit dem Vorschlag «Pliage» den Projektwettbewerb im Einladungsverfahren für die Erneuerung der Wohnsiedlung Glatttalstrasse 58/60/64/66 in Zürich gewonnen.
Mit dem oszillierenden Volumen schaffen die Verfassenden einen Strassenraum mit Quartierecke, brechen die Unité, verweben unterschiedliche Stadthorizonte und bieten Raum für einen umlaufenden Baumbestand, der die Idee der Gartenstadt in die Gegenwart übersetzt.
Insgesamt handelt es sich um einen städtebaulich zielführenden und undogmatischen – vielleicht sogar leicht opportunistischen – Entwurf, der Fragmente der Gartenstadt aufgreift, den Zusammenhang des Areals erkennbar wahrt und die städtebauliche Struktur zukunftsfähig weiterentwickelt. Die gestaffelte Höhenentwicklung bis 30 Meter schafft einen nachvollziehbaren Bezug zu den rund 25 Meter hohen Punktbauten in der direkten Umgebung. Neben der gelungenen städtebaulichen und volumetrischen Integration trägt auch die Vernetzung der Freiräume mit dem übergeordneten Grünraum des Quartiers zu einer ortsräumlichen Aufwertung bei. Trotz beachtlicher ökonomischer Zurückhaltung dürfte die Qualität der Wohnungen die zukünftigen Mietenden überzeugen. Noch ungenutzt bleibt allerdings das Potenzial, durch eine sorgfältiger gestaltete Erdgeschosszone sowie differenzierte Lösungen für den Parkraum zusätzlichen Mehrwert für das Quartier und seine Bewohnenden zu schaffen. (Text: Jurybericht und Redaktion espazium.ch)