Erneuerung des Tagungszentrums LBBZ Plantahof in Landquart
Selektives Verfahren
17 Kantonsstrasse, 7302 Landquart
Publikationsdatum
26.02.2018
Auftraggeber
Hochbauamt Graubünden
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Markus Dünner (Hochbauamt Graubünden, Chur),
- Thomas Hasler (Staufer & Hasler Architekten AG, Frauenfeld),
- Martin Bauer (Allemann Bauer Eigenmann Architekten AG, Zürich),
- Claudia Thomet (Chebbi Thomet Bucher Architektinnen AG, Zürich),
Sachrichter
- Mario Cavigelli (Regierungsrat Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement),
- Gian-Peter Niggli (Bildungs- und Beratungskommission LBBZ Plantahof),
- Peter Küchler (Direktor LBBZ Plantahof, Landquart),
- Barbara Bättig (Tagungszentrum LBBZ Plantahof, Landquart),
Wettbewerbsresultat
Das Areal des LBBZ Plantahof ist über viele Jahrzehnte gewachsen und umfasst heute rund 20 Bauten. Zur Klärung verschiedener betrieblicher und baulicher Weiterentwicklungen des LBBZ Plantahof wurde 2008 ein Masterplan entworfen, nach dem die künftigen Bauvorhaben auf eine Gesamtvorstellung hin auszurichten sind und die Identität der Gesamtanlage gestärkt werden soll. Mit dem 2011 eröffneten Weber-Hörsaal und dem 2014 in Betrieb genommenen neuen Grossviehstall sind zwei Bauwerke auf der Basis dieses Masterplans realisiert worden.
Grosser Erneuerungsbedarf
Aktuell besteht beim Schulgebäude, bei der Unterkunft für die Lernenden (Konvikt), beim Speisesaal sowie bei der Küche ein erheblicher Erneuerungsbedarf. Namentlich der Speisesaal und die Küche sind in der Funktion als Tagungszentrum zentrale Einrichtungen des LBBZ Plantahof. Die notwendige Instandsetzung dieser Bauten ist eine grosse Chance, um die über die Jahre gewachsene, betrieblich teils nachteilige Verflechtung zu beheben und der Anlage gesamthaft eine Identität zu verleihen.
Weiteres Ziel ist die Umsetzung der zukunftsorientierten Nutzerbedürfnisse. Für die Erneuerung des Tagungszentrums (exklusive Schulgebäude) des LBBZ Plantahof wurde ein selektiver Projektwettbewerb ausgeschrieben.
Gebäude soll Einheit ausstrahlen
Ziel des selektiven Projektwettbewerbs war die Evaluation eines Architekturbüros, welches für die Entwicklung eines ortsbaulich, architektonisch und funktional überzeugenden und energetisch zweckmässigen Projekts qualifiziert ist. Weiter sollen die Realisierung in der geforderten Qualität und Wirtschaftlichkeit erfüllt sowie die Kosten- und Terminvorgaben eingehalten werden. Ein zentraler Punkt des Wettbewerbsprogramms war, eine möglichst breite Ideenvielfalt zu erhalten. Insbesondere auch mit Bezug zum ortsbaulichen Lösungsansatz und dem damit verbundenen einheitlichen Gesicht des Gebäudes.
«Flora» setzt sich durch
Aus 31 Bewerbungen wurden zwölf für die Erarbeitung eines Projektvorschlags ausgewählt. Die Wettbewerbsprojekte wurden anonym bewertet. Das Preisgericht entschied sich für das Projekt mit dem Kennwort «Flora» der Arbeitsgemeinschaft Nickisch Walder, Architekten, Flims, und Planalytik GmbH, Flums.
Das Projekt «Flora» zeichnet sich durch seine einfachen Baukörper aus, welche auf einem schlüssigen ortsbaulichen Konzept Ruhe und eine wohltuende Ordnung in das gewachsene Areal hineinbringen. Die Verfasser überzeugten die Jury mit ihrem Projekt, welches sowohl die Adresse zum Plantahof deutlich verbessert als auch die Aussen- und Zwischenräume der Anlage präzise und qualitativ hochstehend ordnet und nachhaltig strukturiert.
Redaktion: Antonio Sedda