Ein Gedenkort für die Verstorbenen der Schweizer Armee | Mémorial pour les morts de l’Armée suisse | Un memoriale ai deceduti dell'Esercito svizzero
Offenes Verfahren
6 Murmattweg, 6005 Luzern
Publikationsdatum
09.05.2022
Auftraggeber
VBS|DDPS
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Roger Boltshauser, Boltshauser Architekten AG
- Peter Fischer, freier Kurator, Kunst und Kultur GmbH
- Chantal Prod'Hom, Direktorin Mudac Lausanne
- Frank und Patrik Riklin, Künstler, Atelier für Sonderaufgaben
- Felix Bossart, Dienststelle Immobilien Kanton Luzern
- Jürg Rehsteiner, Stadtarchitekt Luzern
- Sadhyo Niederberger, Künstlerin und Kuratorin, Aarau (Ersatz)
- Susanne Hilpert-Stuber, Kuratorin Mudac Lausanne (Ersatz)
Sachrichter
- Martin Stocker, Leiter armasuisse Immobilien (Vorsitz)
- Claude Meier, Chef Armeestab
- Germaine J. F. Seewer, Kommandant Höhere Kaderausbildung der Armee (HKA)
- Stefan Junger, Chef Armeeseelsorge
- Aurore Charrière, Zugführerin Unfallpikett / Stellvertretender Kompaniekommandant
- Markus Mäder, Chef Internationale Beziehungen Verteidigung (Ersatz)
- Fabienne Meyer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Stab Armeestab (Ersatz)
Wettbewerbsresultat
Die Armee will an einem zentralen Ort der verstorbenen Armeeangehörigen sowie der bei militärischen Unfällen verstorbenen Zivilpersonen gedenken. Als Standort wurde das Armee-Ausbildungszentrum (AAL) in Luzern als Ausbildungs- und Begegnungsort für das Berufs- und Milizpersonal der Armee gewählt. Für die Gestaltung wurde Ende 2020 ein Ideenwettbewerb im offenen Verfahren veranstaltet.
Nun hat eine Jury das Projekt «monumoira» vom Basler Künstler Andreas Schneider und dem Basler Architekten Philipp Schallnau zum Siegerprojekt erkoren. Die Projektverfasser sehen als Gedenkort ein Ensemble aus zwei Elementen vor, die miteinander in einer dialektischen Beziehung stehen: Ein in den Boden eingelassenes, feines Messingband erstreckt sich quer über das gesamte Areal des AAL. Gegenüber der Horizontalität des Bandes bildet eine aufrechtstehende, messingbekleidete Stele ein stark kontrastierendes Element, das bereits von weitem zu sehen ist.
Die Jury würdigt in ihrem Schlussbericht die gewählten Gestaltungsmittel und die reduzierte, aber dennoch starke Symbolik des Siegerprojektes. Im Sinne eines «Schicksalsschlages» und in der Art eines plötzlichen und radikalen Schnittes hinterlässt das Band eine Narbe auf dem Areal. Es überschreibt als Zäsur die bestehende Oberfläche. Die Stele markiert den Ort des Gedenkens als feine Nadel, symbolisiert die Verankerung der Schweizer Armee im Land und verbindet als vertikale Linie das Irdische mit dem Überirdischen. Am Ort der Stele bildet eine Absenkung der Wiesenfläche den eigentlichen Gedenkort, bei dem auf dem Messingband eine Inschrift in vier Landessprachen zum Vorschein kommt. (Text: Medienmitteilung)