Neubau Kindergarten und Kinderhort mit Aufwertung Dorfzentrum, Bottighofen
Selektives Verfahren
Hauptstrasse 2, 8598 Bottighofen
Publikationsdatum
07.04.2025
Auftraggeber
Primarschulgemeinde Bottighofen, Politische Gemeinde Bottighofen
SIA 143
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Thomas K. Keller, dipl. Architekt ETH BSA SIA, St. Gallen
- Uli Mayer, dipl. Architektin ETH BSA SIA, Triesen
- Martin Klauser, Landschaftsarchitekt HTL BSLA, Rorschach
- Ueli Wepfer, dipl. Architekt ETH BSA SIA, Neuwilen (Ersatz)
Sachrichter
- Dario My, Präsident Primarschulgemeinde Bottighofen
- Marion Sontheim, Gemeinderätin, Politische Gemeinde Bottighofen
- Caroline Tanner, Vizepräsidentin Primarschulgemeinde Bottighofen (Ersatz)
Wettbewerbsresultat
Das Team mit Lukas Imhof Architektur und Parbat Landschaftsarchitektur konnte mit dem Projekt «Sigma» den Studienauftrag «Neubau Kindergarten und Kinderhort mit Aufwertung Dorfzentrum, Bottighofen» für sich entscheiden.
Das Projekt «Sigma» besetzt den Bauperimeter mit einem länglichen Baukörper, rechtwinklig zum bestehenden Gemeindehaus. Die Ostfassade des Neubaus bildet mit dem historischen Schulhaus einen Vorplatz. Der Haupteingang zu den Kindergartengruppen ist durch einen Gebäudevorsprung als torartige Situation formuliert. Die Eingänge der Kindergärten liegen geschützt unter der Laubengangerschliessung für die Räume des Kinderhorts im Obergeschoss. Die Räume für die Betreuungspersonen sowie die Küche für den Hort sind gut erreichbar beim Treppenaufgang angeordnet.
Die Jury ist überzeugt, mit dem Projekt «Sigma» ein innovatives, zeitgemässes und zukunftsweisendes Projekt zu prämieren. Der vorgeschlagene Holzbau mit den ansprechenden Lichtverhältnissen und Laubengangerschliessungen bietet den Kindern und Betreuungspersonen eine inspirierende, angenehme und lehrreiche Umgebung.
Das charakterstarke Projekt verbindet die Neunutzung Kindergarten und Hort ortsbaulich prägnant bei gleichzeitiger Integration in eine bestehende bauliche Situation und ermöglicht freiräumliche Synergien und Nutzungsmöglichkeiten. Gestalterisch überzeugt die perspektivische Darstellung der Ostseite mehr als die Fassade.
Eventuell ist zu prüfen, ob die Schräge der Solaranlage in der Fassade nicht nachgezeichnet werden müsste, um eine horizontale Ruhe zu bekommen. Auch wirkt die Fassade sehr geschlossen und trotz des Pflanzenspaliers etwas abweisend als Gegenüber des alten Schulhauses. (Text aus dem Jurybericht)