Ersatzneubau Unterwerk Steinachstrasse, St. Gallen
Offenes Verfahren
Steinachstrasse 45, 9000 St. Gallen
Publikationsdatum
12.05.2025
Auftraggeber
Stadt St. Gallen, St.Galler Stadtwerke St. Gallen
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Thomas K. Keller, Dipl. Arch. ETH/BSA/SIA, St.Gallen (Vorsitz)
- Marc Loeliger, Dipl. Arch. ETH/BSA/SIA, Zürich, Vertreter Sachverständigenrat für Städtebau und Architektur der Stadt St.Gallen
- Petra Meng, Dipl. Arch. SIA, Zürich
- Heinrich Seger, Dipl. Bauingenieur FH/Dipl. KMU HSG, Seger Ingenieure GmbH, St.Gallen
- Iris Tijssen, Dipl. Ing. FHO Landschaftsarchitektur, Wetzikon
- Michael Charpié, Abteilung Städtebau / Freiraum, Stadtplanung, Stadt St.Gallen (Ersatz)
Sachrichter
- Peter Stäger, Bereichsleiter Netz Elektrizität und Telecom sgsw, Stadt St.Gallen
- Christian Zingerli, Abteilungsleiter Anlagen sgsw, Stadt St.Gallen
- Florian Zürcher, Abteilungsleiter Betrieb Netz Elektrizität und Telecom sgsw, Stadt St.Gallen
- Roman Krämer, Projektleiter Ressort Trafostationen sgsw, Stadt St.Gallen (Ersatz)
Wettbewerbsresultat
Das Team um Lukas Imhof Architektur hat mit dem Vorschlag «Victoria» den Projektwettbewerb für den Ersatzneubau des Unterwerks Steinachstrasse in St. Gallen gewonnen.
Das Projekt «Victoria» versteht sich als neuer Verbindungsbau zwischen der historischen Turbinenhalle des Elektrizitätswerks und dem Feuerwehrgebäude aus der Nachkriegsmoderne. Im Untergeschoss werden über die gesamte Breite der Baulücke Kabelkeller angelegt. Das Erdgeschoss ist mehrheitlich mit Schaltanlagen belegt und schliesst sich entlang der Längsseite durchgehend an die EW-Halle an. Zum Feuerwehrgebäude hin wird der Anbau durch einen Anlieferungshof auf dem Niveau der Steinachstrasse verkürzt.
Über dem Sockel des Erdgeschosses befinden sich nordseitig die Trafohallen und südseitig die Arbeitsräume. Diese beiden Volumina bilden in Verlängerung der historischen Turbinenhalle die Stirnfassaden. Unter Einbezug der verschobenen Fassadenelemente des Bestands sollen sie als Eckrisalite die «Gesamtkonzeption Elektrizitätswerk» komplettieren.
Zwischen den Kopfbauten liegen die Aktiv- und Passiv-Komponenten, über denen ein Dachgarten angeordnet ist.
Insgesamt überzeugt «Victoria» mit einer vielschichtigen und differenziert formulierten Strategie. Der bauliche Bestand wird als wertvolle Ressource für die Weiterentwicklung des Ortes verstanden – auf ganzheitliche und damit nachhaltige Weise. Unter präziser Berücksichtigung der funktionalen Anforderungen entsteht ein inspirierter und reflektierter Dialog zwischen Alt und Neu. (Text aus dem Jurybericht)