Bahnhofareal und Jugendherberge Pontresina
Einladungsverfahren
Bahnhofareal und Jugendherberge, 7504 Pontresina
Publikationsdatum
29.08.2024
Auftraggeber
RhB Immobilien
Galerie
Auftraggeber & Jury
Fachrichter
- Ursina Fausch, dipl. Arch. ETH/SIA/SWB
- Andreas Hagmann, dipl. Arch. ETH/SIA/BSA
- Matthias Wehrlin, Architekt/Planer FSU/SIA/SWB
- Monika Schenk, Landschaftsarch. MLA/BSLA, dipl. Geol. ETH
- Alexandra Wicki, Siedlungsplanerin HTL/FSU, Arch. NDS ETH
Sachrichter
- Renato Fasciati, Direktor RhB, VR RhB Immobilien AG (Vorsitz)
- René Dobler, CEO Schweiz. Stiftung f. Sozialtourismus SSST
- Nora Saratz Cazin, Gemeindepräsidentin Pontresina
- Silvio Briccola, Geschäftsführer RhB Immobilien AG
- Hans-Urs Häfeli, Stv. CEO Schweiz. Stiftung f. Sozialtourismus
- Tobias Hess, Leiter Immobilien RhB (Ersatz)
- Petra Schibler, Projektleiterin SSST (Ersatz)
- Jeannette Guadagnini, Gemeindeschreiberin (Ersatz)
Wettbewerbsresultat
Das Team um Giubbini Architekten hat mit dem Beitrag «Spaniola» den Projektwettbewerb im Einladungsverfahren für das Bahnhofareal und die Jugendherberge in Pontresina gewonnen.
Städtebaulich positioniert das Projekt seinen Schwerpunkt im südöstlichen Bereich des Bahnhofplatzes mit der Konzeption der Jugendherberge und einem Dienst- und Wohnungsbau der RhB beim Güterschuppen als Zäsur der langgezogenen Bahnanlage.
Für die gemeinschaftlichen Räume der Jugendherberge wie Gastronomie und Sport wird gegenüber dem Aufnahmegebäude ein längsgerichteter Baukörper und einen davon abgesetztes, turmartiges Bettenhaus vorgeschlagen. Die Konstellation mag an die Sportbauten der Winterolympiade in St. Moritz erinnern.
Der Beitrag «Spaniola» überzeugt durch seine klare Haltung und den Ansatz in Bezug auf das Schaffen eines Ankunftsortes für die Bahnreisenden, der städtebaulichen Lösung im Kontext einer Beherbergung und vor allem auch durch seine Bezugnahme zum Gebiet Cuntschett. Es wird festgestellt, dass dieser Beitrag aus Sicht der Öffentlichkeit den grössten Mehrwert mit sich bringt. Demgegenüber bestehen Defizite im Innern der Jugendherberge und im Bereich des Verkehrs. Die Gestaltung des Aussenraumes lässt noch Fragen offen, was auch der Tiefe der Bearbeitung geschuldet ist.
Das Preisgericht beantragt für den Teil des Aufnahmegebäudes den Projektvorschlag «Segantini» von Schneider Studer Primas als Grundlage für die weitere Planung zu verwenden. Ein neuer Zugang beim Aufnahmegebäude auf der südlichen Stirnseite und ein konsequenter Bezug auf die historische Grundstruktur erlauben im Grundriss ein grosszügiges Freispielen. Mit präzise auf das historische Täfer abgestimmten Öffnungen lassen sich Wartesaal 1. & 2. Klasse und Wartesaal 3. Klasse unter Wahrung ihrer ursprünglichen Charaktere zu der vom Betreiber gewünschten Nutzungseinheit verbinden. (Text aus dem Jurybericht)